Die Energiewende der Bundesregierung mit dem Ziel der Abschaltung aller Atomreaktoren und der auf lange Sicht ausschließlichen Stromversorgung der Bevölkerung durch Ökostromtarife, stößt bei vielen Experten noch immer auf Skepsis.
Netzbetreiber skeptisch
Kurz nach der Atomkatastrophe in Japan, wurden aufgrund einer äußerst schnell eingebrachten Gesetzesänderung im März 2011 bereits acht Atommeiler abgeschaltet. In den Augen der Kanzlerin befindet sich die Energiewende auf gutem Wege – bis 2020 sollen 35 Prozent aller bundesdeutschen Haushalte durch reine Ökostromtarife mit der benötigten Energie versorgt werden. Doch der schnelle Ausbau der Anlagen zur regenerativen Energieerzeugung und der Stromnetze ruft auch kritische Stimmen auf den Plan. Die Bundesnetzagentur befürchtet, dass Ökostromtarife zu einem Totalausfall der Stromversorgung führen könnten.
Ökostromtarife für alle schon in naher Zukunft
Aufgrund der schnellen Abschaltung der Atomkraftwerke und der damit verbundenen Lücke, die durch Ökostromtarife, aber auch fossile Stromprodukte geschlossen werden musste, sei gegenwärtig die Stromversorgung zu Hochzeiten – wie beispielsweise zum Weihnachtsfest – einzig durch Inanspruchnahme der bislang für Notfälle zur Verfügung stehenden Instrumente gewährleistet. Hilfe wird in Nachbarländern gesucht, die auch bei der Speicherung regenerativer Energie aushelfen sollen. Am Ende jedoch sollen ausschließlich Ökostromtarife den gesamte Energiebedarf der deutschen Bevölkerung ohne fremde Hilfe problemlos decken können.