Begründung für Preisanhebung zweifelhaft
Das neue Jahr steht vor der Tür, doch die Freude auf 2011 hält sich bei deutschen Stromverbrauchern in Grenzen: Mit Stromtariferhöhungen um durchschnittlich sieben Prozent wird es für viele Haushalte beginnen. Ob Vattenfall oder RWE – fast die Hälfte aller Stromversorger bittet ihre Kunden bald vermehrt zur Kasse. Ökostromtarife sind es, die als Rechtfertigungsgrund für die Preisanhebungen dienen: Durch die geplante Nutzungssteigerung grüner Energie und dem entsprechenden Ausbau von Solaranlagen auch im privaten Bereich, stiegen die Ökostromkosten, die die Stromversorger zu tragen hätten und daher an ihre Kunden weiterleiten müssten.
Steigende Strompreise nicht unabwendbar
Dass Ökostromanbieter Subventionen vom Staat erthalten und Immobilienbesitzer mit Photovoltaikanlagen ebenfalls finanziell von diesen profitieren, ist unumstritten. Fraglich ist jedoch vielmehr, ob die Abgaben, die wegen der Zunahme der Ökostromtarife anfallen, auch wirklich in dem Maße entstehen, wie sie von den Energieunternehmen veranschlagt werden. Denn obwohl die Umlage steigt und Strom teurer wird, ist eine Preisanhebung um den von vielen geforderten Prozentsatz nicht nötig. Im Gegenteil – zahlreiche Stromanbieter lassen sich durch die aktuelle Diskussion um Ökostromtarife nicht in ihrer Kostenstruktur beeinflussen und halten sogar auch ab Januar 2011 ihre Preise stabil. Ein Stromversorgervergleich zeigt, ob sich ein Stromanbieterwechsel lohnt.