Wie grün sind Ökostromtarife wirklich?

3 September 2010 von Christian Kommentieren »

Bandbreite an Zertifikaten erschwert Herkunftsnachweis

Dem Stromverbraucher wird es nicht leicht gemacht, möchte er sichergehen, dass die gelieferte Energie zu 100 Prozent aus regenerativen Ressourcen stammt. Nicht, dass es an einem Angebot hinsichtlich vorhandener Ökostromtarife scheiterte – auf die verstärkte Nachfrage an klimafreundlich gewonnenem Strom haben bereits zahlreiche Stromversorger in Deutschland mit entsprechenden Angeboten reagiert. Doch noch ist der Begriff Ökostrom gesetzlich nicht definiert, und so finden sich zahlreiche Ökolabels, hinter denen ebenso viele verschiedene Aussagen zur Herkunft der grünen Energie stecken.

Vom altbekannten TÜV zum zukunftsweisenden Energie Vision e.V.

Laut Resultat einer kürzlich durchgeführten Studie eines unabhängigen Energieportals finden sich in Deutschland mittlerweile mehr als 330 Unternehmen, die Stromverbrauchern Ökostromtarife offerieren. Sie alle besitzen ein gültiges Zertifikat – doch was steckt dahinter? Sogar beim TÜV unterscheiden sich die Voraussetzungen der Benennung nach Nord und Süd, und ob der Verbraucher bei Produkten wie ‚ok-power’ oder dem ‚Grüner-Strom-Label’ Ökostrom erhält, der ausschließlich aus regenerativen Quellen gewonnen wurde oder dem schlicht einen gewisser Prozentsatz Solar-, Wind- oder sonstiger natürlicher Energie zugeführt wird, ist nicht leicht herauszufinden. Insofern lohnt ein Vergleich aller Ökostromtarife auf dem Markt doppelt: Sie finden einen günstigen Preis – und heraus, wie sich die Ökostromtarife wirklich zusammensetzen.

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